Cantharidenpflaster
Das Cantharidenpflaster gehört unter den ausleitenden Verfahren zu den "blasenziehenden" Mitteln, die in unterschiedlicher Art und Weise seit Jahrtausenden verwendet werden.

Ein Cantharidenpflaster ist ein Pflaster, welches mit einer Paste aus getrockneten und gemahlenen Spanischen Käfern (Cantharis) bestrichen ist. Das Pflaster wird zwischen 8 und 24h auf der Haut belassen und wirkt ausleitend über das lymphatische System. Der Wirkstoff erzeugt eine Blase, die mit einer klaren, leicht gelblichen Flüssigkeit gefüllt ist. Diese Flüssigkeit wird in bestimmten Fällen mit einer Spritze abgesaugt und reinjiziert, in anderen Fällen öffnet man die Blase und lässt das Sekret ablaufen. Anschließend wird die Wunde sachgerecht versorgt.
Die Wirkung dieses Therapieverfahrens ist schmerzlindernd, entzündungshemmend, immunstimulierend und durchblutungsfördernd.
Anwendungsgebiete
- Mittelohrentzündungen
- rheumatische Erkrankungen
- Erkrankungen des lymphatischen Systems
- akute und chronische Erkrankungen der Gelenke
- akute und chronische Entzündungen
